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| Zukunftsfähiger Umweltraum RosenheimWeiter, schneller, mehr - dieses Credo treibt die Industriegesellschaft voran. Doch immer mehr Menschen spüren bereits seit der Ölkrise 1973, dass ein unbegrenztes Wachstum in einer begrenzten Welt nicht möglich ist. Klimaänderungen oder Treibhauseffekt, Ozonloch und Waldsterben sind nur einige Anzeichen. Unsere Art zu leben und zu wirtschaften ist schon heute nicht mehr tragfähig, geschweige denn ein Modell für die Welt von morgen und die Länder des Südens. TreibhauseffektSeit der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro wurde die "Agenda 21" als weltweites Aktionsprogramm verabschiedet. Der Leitgedanke wurde mit der Wortschöpfung "sustainable development" bezeichnet. Die Bedürfnisse heutiger Generationen müssen befriedigt werden, ohne die Bedürfnisse kommender Generationen zu gefährden. Im Deutschen wird dies mit "zukunftsfähiger Entwicklung" bezeichnet. Dass diese Zukunftsdebatte auch vor dem Hintergrund der globalen Gerechtigkeit geführt werden muss, wird am Beispiel des Treibhausgas CO2 deutlich. Weltweit werden jährlich etwa 20 Mrd. to CO2 ausgestoßen, aber die Ozeane und die terrestrische Biomasse können nur die Hälfte davon aufnehmen. Würde dieses Budget gleichmäßig auf die Erdenbürger aufgeteilt, ergeben sich 2,3 to CO2. Tatsächlich trägt jeder Bürger in Deutschland jedoch jährlich 12 to zum CO2-Ausstoß bei. Die Enquête-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" des Deutschen Bundestages hat daraus abgeleitet, dass die Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland mittelfristig bis 2010 um 35 Prozent und langfristig um 80 Prozent abgesenkt werden muss. Ein Referenzszenario macht deutlich, dass ein klimaverträgliches und effizientes Energiesystem nur über einen forcierten Übergang zu einer Einspar- und Solarenergiewirtschaft erreicht werden kann. Strategien für eine zukunftsfähige Entwicklung kommen aber auch nicht umhin, die ökologische Tragfähigkeit eines stetig wachsenden Ausstoßes von Gütern und Dienstleistungen infrage zu stellen. Sie müssen außerdem auch die sozialen und ökonomischen Aspekte in die Zukunftsfähigkeit mit einbeziehen. |
© Rosenheimer Solarförderverein e.V. 17.07.2011