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Rosenheimer Solarförderverein

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Wärmepumpen

Standpunkt des Rosenheimer Solarfördervereins zur Wärmepumpe in energetischer und ökologischer Sicht

Das Ziel des Rosenheimer Solarfördervereins ist die Energiewende. Der Ersatz der fossilen und atomaren Energieträger aufgrund der begrenzten Vorräte und schädigenden Emissionen durch 100% Erneuerbare Energie ist dringend geboten.

Im Jahr 2000 wurde etwa 5% und derzeit wird in Deutschland bereits 10% des elektrischen Stroms aus Wasserkraft, Wind und Photovoltaikanlagen erzeugt.

Die schlichte Minderung des Energieverbrauchs durch Energieeinsparung ist dazu eine gleichwertige und zielführende Handlungsweise.

Elektrischer Strom ist eine sehr hochwertige Energie da diese erst mit Wärmeverlusten aus anderen Primärenergieträgern erzeugt und zum Verbraucher transportiert werden muss. Vom Kraftwerk wird ein Teil der Energie zu Strom aber der größere Teil wird im Kühlturm nutzlos an die Luft abgegeben. Diese Abwärme der Kühltürme entspricht in Deutschland etwa dem Wärmebedarf für die Beheizung! Nach Abzug der Übertragungsverluste kommt etwa nur noch 1/3 der eingesetzten Energie bei der Steckdose an.

Beim bundesdeutschen Kraftwerksmix entsteht bei 1 kWh Strom 0,56 kg des klimaschädigenden Gases CO2, bei Verbrennung von Gas direkt vor Ort für Wärme lediglich etwa 0,20 kg CO2 je kWh.

Wärmepumpen wandeln je nach System 1 kWh hochwertige elektrische Energie des Verdichters und zusätzlich 3 Teile Umweltwärme um in 4 kWh Wärmeenergie.

Dies wäre eine Leistungszahl von 4, die sich aber nur bei guten, gewarteten Anlagen mit NiedertemperaturFlächenheizungen einstellt. Bei Warmwassererzeugung auf eine Temperatur von 60°C sinkt diese Leistungszahl unter 3!

Verbindet man bei dem Prozess die Faktoren des elektrischen Stromes mit dem der Wärmepumpe ergibt sich bestenfalls ein gemeinsamer Faktor von 4 Teilen Wärme zu 3 Teilen Primärenergie = 133%; im Bereich höher Temperaturen von 60°C unter 100% und damit schlechter als die jetzt üblichen Heizkessel.

Bei Einsatz von Wärmepumpen kann möglicherweise die Effizienz gegenüber konventionellen Wärmeerzeugern etwas besser sein, greift aber genauso auf den bestehenden Kraftwerkspark in Deutschland zu. Damit ist die Wärmepumpe eine Effizienztechnologie aber keine Technologie für eine aktive Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien.

Der Einsatz von Wärmepumpen erhöht den Stromspitzenverbrauch in Deutschland. Diese Jahresspitze (=ein kalter Wintertag) zuzüglich eines Sicherheitszuschlags wird von den Energieversorgern für die Berechnung des Kraftwerkparks in Deutschland genommen. Deshalb sind die Kraftwerksbetreiber auch so interessiert daran, dass mit Strom geheizt wird.

Nur der niedrige betriebswirtschaftliche Preis des elektrischen Stroms, mit den günstigen Rahmenbedingungen für die Kernkraftwerke keine Betriebshaftpflicht, keine gesicherte Entsorgung, steuerfreie Rücklagen, staatlich finanzierte Transporte und auch bei den konventionellen Kraftwerken der Nichtberücksichtigung volkswirtschaftlicher externer Kosten für Waldschäden durch sauren Regen, Klimaänderung, Sturm und Hochwasserschäden, usw. machen den Einsatz von elektrischen Strom überhaupt interessant für die Wärmepumpen.

Für die Raumheizung gibt es heute viel umweltfreundlichere CO2-freie Möglichkeiten wie solarthermische Zusatzheizung und Warmwassererzeugung oder CO2-neutrale wie Pelletsheizung, Scheitholzheizungen, Nahwärmeheizung einer Siedlung oder eines Mischgebietes mit Hackschnitzelheizung oder Blockheizkraftwerken.

Für die Stromerzeugung sollten alle Arten der erneuerbaren Energien aus Wasser, Wind Photovoltaik, Biomasse und Geothermie verwendet werden um die konventionellen Kraftwerke zu ersetzen und den Strom für den notwendigen Bedarf zu sichern.

Den Kraftwerkspark auf eine ökologisch und damit wirtschaftliche, zukunftsfähige und nachhaltige Versorgung umzustellen ist die Aufgabe für den Beginn des 21. Jahrhunderts.

Wärmepumpen sind aus energetischer und gesamtökologischer Sicht nicht empfehlenswert. Der Umgang mit elektrischem Strom muss kritisch hinterfragt werden.

Folgende Maßnahmen schlagen wir daher vor:

  1. Strom für Elektroheizung (Wärme) sollte verboten werden.
  2. Sämtliche Subventionen des Staates für Wärmepumpen müssen eingestellt werden.
  3. Die Förderung für Erneuerbare Energie für Wärme sollte weiterhin unabhängig vom Wärmeerzeuger für Pellets, Scheitholz , Solarthermie oder sonstige erneuerbaren Enegien gegeben werden. (Wirkungsgrad und Emission sind zu beachten) .
  4. Das Erneuerbare Energiegesetz zur Förderung der nachhaltigen Stromerzeugung aus Licht, Wind , Wasser, Biogas und Geothermie muss beibehalten werden.
  5. Neue Elektrogeräte auch Beleuchtung usw. dürfen nur noch mit energiesparenden Trafos, Vorschaltgeräten und mit einem Hauptschalter auf der Frontseite ausgestattet sein, der das ganze Gerät ausschaltet.
  6. Die Stromkonzerne müssen die Sondertarife für die Industrie offen legen.
  7. Es sollte keine Rabattierung bei Mehrverbrauch von elektrischem Strom geben.
  8. Bei Bürogebäuden in unseren Breiten sollte energieaufwendige Kühlung verboten sein, die zumeist durch architektonische Planung vermieden werden könnte.

Jeder Tag an dem die Sonne aufgeht ist ein guter Tag.

© Rosenheimer Solarförderverein e.V. 02.11.2011