Rosolar

Rosenheimer Solarförderverein

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Blockheizkraftwerk Atomenergie Offener Brief  

Energiekosten senken mit Blockheizkraftwerken

Unter diesem Motto stellte Rosolar diese Technik am 18. Januar 2006 Mitgliedern und Gästen vor. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Kraft verbessern BHKW erheblich die Effizienz unserer Stromerzeugung. Sie können erheblich dazu beitragen, die alternden GroßKraftwerke zu ersetzen, die bis 2020 deutschlandweit etwa zu ein Drittel altersbedingt vom Netz gehen müssen. Werden sie dazu noch mit erneuerbaren Brennstoffen betrieben, so stellen sie sogar eine solare Technik im Sinn des Vereins dar.

Effizient und dezentral

Bei wärmegeführten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) entfallen die Stromleitungsverluste. Durch die eigengenutzte Wärme steigt der Gesamtwirkungsgrad auf fast 90% an. Diese Technik könnte in großer Stückzahl auch für kleine, dezentrale Anlagen bis in die Einfamilienhäuser hinein produziert werden.

Eine konsequente Nutzung dieser Technik ist ein wesentlicher Bestandteil um die Reduktion der klimaschädlichen KohlendioxidEmissionen in nationalen Maßstab zu erreichen! Große Kraftwerke mit 60% Abwärme könnten abgeschaltet werden, Kühltürme demontiert und ständige Wolkenfahnen oder aufgeheizte Flüsse würden dann Vergangenheit geworden sein.

Zum Vortrag

Der praktizierende Energieberater Herr KaltenhauserBarth stellte die Grundprinzipien der KWK-Technik den zahlreichen Zuhörern vor. Bei der heutigen Stromerzeugung fallen etwa 2/3 der Energie als Abwärme an. Auf der anderen Seite erzeugen die Bürger in ihren Heizkesseln nur Wärme. Lässt man diese beiden Prozesse der Stromund Wärmeerzeugung an einem Ort ablaufen, wo die Wärme genutzt wird, ist eine Energieersparnis von 40% möglich. Hiermit wird ein bedeutender ökologischer Beitrag zum Umweltund Klimaschutz geleistet.

In verschiedenen Beispielen, wie Gärtnereien, Hotels, Mehrfamilienhäuser oder Gewerbebauten konnte der Vortragende anhand von Wirtschaftlichkeitsberechnungen den ökonomischen Einsatz darstellen. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, so z.B. Stromeigennutzung, Wärmenutzung, Erlass der Mineralölsteuer, Stromvergütung, Netznutzungsentgelt, Betriebsstoffe und Wartung.

Fazit

Als Fazit der gelungenen Veranstaltung kann man festhalten, dass die Kraft-Wärme-Kopplung in großen Stückzahlen hergestellt und verbaut werden kann. Auch bei fossilen Brennstoffen vermindert sie in den nächsten Jahren den CO2 Ausstoß wesentlich. Langfristig ist sie bei Verwendung nachwachsender Energierohstoffe ein Teil der solaren Energiewende.

Forderungen

Folgende Maßnahmen zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung schlagen wir vor:

  1. Erhalt des KWK Gesetzes. Der Strom, der ins Stromnetz eingespeist wird, muss mindestens mit dem Grundlastpreis und einem leistungsabhängigen Bonus vergütet werden sowie weiterer Zuschläge wie für nachwachsende Rohstoffe oder besonderer Technologien.
  2. Förderung auch über das Jahr 2008 hinaus. Betreiber und Hersteller brauchen langfristige Rahmenbedingungen, um diese klimaund umweltfreundliche Technik weiterzuentwickeln.
  3. Steuerbefreiung nur für erneuerbare Brennstoffe.
  4. 4. Für Einbau, Entwicklung und Forschung von KWK-Maschinen zum Betrieb mit erneuerbaren Energien sollen öffentliche Gelder bereitgestellt werden, auch mit dem Ziel aus den zahlreichen Anlagen virtuelle Kraftwerke zu bilden.
  5. Alle Stromabnehmer werden gleichmäßig ohne Ausnahmen mit den Erzeugungskosten durch die Netzbetreiber beaufschlagt.

Das Ziel 100% Erneuerbare Energie ist möglich packen wir's an.

© Rosenheimer Solarförderverein e.V. 13.11.2011