Pflanzenöl als Kraftstoff
Sonnenenergie stellt sich uns in vielfältiger Form dar. Neben Licht (Photovoltaik) und Wärme (Solarthermie) als direkte Auswirkung der Sonnenenergiegewinnung gibt es eine schier unendliche Menge Sonnenenergie in Form von natürlichen Energiedepots (Biomasse).
Auf den Verkehr entfallen derzeit 67% des Gesamtbedarfs an Erdöl; er ist fast vollkommen (zu 98%) vom Erdöl abhängig. Die Vormachtstellung von Erdöl muss beendet werden. Die Substitution (Ersatz) von Treibstoffen durch flüssige Biokraftstoffe ist ein erfolgversprechender Weg, die Abhängigkeit vom Erdöl im Verkehrssektor zu verringern.
Reines Pflanzenöl, das durch Auspressen oder Extraktion aus Ölsaaten gewonnen wird, kann heute schon unter bestimmten Vorraussetzungen roh oder raffiniert, jedoch chemisch unverändert als Biokraftstoff in Dieselfahrzeugen eingesetzt werden: Für die meisten derzeit zugelassenen Dieselfahrzeuge kann problemlos Kraftstoff mit geringen (ca. 10%) Biokraftstoffbeimischungen verwendet werden. Praxiserprobte Umrüstsätze ermöglichen den (fast) vollständigen Umstieg auf Biokraftstoffe. Hierbei gibt es zweierlei Umbauprinzipien:
- Die Eintanktechnik - der Motor wird auf Pflanzenöltauglichkeit umgerüstet
- Die Zweitanktechnik - das Pflanzenöl wird in einem zweiten Kraftstoffbehälter aufbewahrt, mit Hilfe des Kühlmittelkreislaufes erwärmt und somit "motortauglich" gemacht.
Einige in der Region bereits umgerüstete Pflanzenölfahrzeuge beweisen, dass der Umstieg auf reine Biokraftstoffe längst verwirklicht ist. |