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Dürr: Kein Ausstieg aus dem Ausstieg!Es wäre ein schwerer Fehler, wenn sich die neue schwarz-gelbe Bundesregierung für eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke entscheiden sollte. „Wir erzeugen mit Atomkraftwerken nur relativ wenig Energie, ihre Gefahren sind jedoch ungeheuer“, sagte Dürr am Mittwoch in einem ddp-Interview in München. Stattdessen fordert der Wissenschaftler, so schnell wie möglich auf eine Vollversorgung mit Sonnenenergie zu setzen. „Wenn wir es geschafft haben, in zehn Jahren einen Mann auf den Mond zu schießen, schaffen wir auch die solare Revolution“, sagt Dürr. Die Fantasie des Menschen sei im Prinzip unbegrenzt. Letztlich gehe es nur um die Frage, ob man bereit sei, die notwendigen Geldsummen in die Energiewende zu stecken. Die solare Energiewende ist laut Dürr nur möglich, wenn auch die großindustriellen Strukturen der Energieerzeugung verändert werden. Die Energieherstellung müsse in der Hand der Bürger und Kommunen, nicht der Großkonzerne oder Staaten liegen. Hans–Peter Dürr, der in diesem Jahr 80 Jahre alt wurde, ist Mitglied des Club of Rome und war lange Jahre Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in München. Dürr gilt als wichtiger Impulsgeber der Internationalen Umwelt- und Friedensbewegung. 1987 erhielt er den Alternativen Nobelpreis. Quelle: NEWS ADHOC (na/ddp) 2009 |
© Rosenheimer Solarförderverein e.V. 20.10.2009