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100% erneuerbare Energie aus wirtschaftlicher SichtDie Wirtschaftlichkeitsberechnung hängt von Faktoren ab, die für die Gesamtlaufzeit der Anlage zum Teil nicht genau bestimmt werden können (z.B. Öl- und Pelletspreisentwicklung, Zinsentwicklung nach Ablauf der Zinsbindung). Auch die Frage, ob in eine neue oder in den Ersatz einer bestehenden, noch funktionsfähigen Heizanlage investiert wird, geht unterschiedlich in die Berechnung ein, d.h. welchen Investitionsbetrag setzt man an? Die gesamten Anschaffungskosten oder nur die Mehrkosten für eine alternative Anlage? Wird mit eigenen Mitteln und/oder Bankdarlehen finanziert? Wir nehmen in unserem Beispiel nur die Mehrkosten (nach Abzug der Fördermittel) und eine 100%-Fremdfinanzierung durch die Umweltbank als Basis. In welcher Höhe und über welchen Zeitraum sind die Kreditkosten durch Einsparungen bei den Heizkosten gedeckt? Die Mehrkosten für die Pelletsheizung mit Sonnenkollektoren liegen in unserem Beispiel bei ca. 12.000 € (Netto-Gesamtkosten 21.400 € im Vergleich zu 9.400 € für eine konventionelle Öl-Brennwertheizung) und können mit einem Darlehen über 12.000 € z.B. durch die Umweltbank finanziert werden (Zinssatz 4,35% p.a., Zinsbindung 10 Jahre). Gehen wir davon aus, dass die jährlichen Heizkosteneinsparungen im Durchschnitt - unter Berücksichtigung von Preissteigerungen - bei ca. 1.200 € (statt ca. 2.100 € für Öl ca. 900 € für Holzpellets) liegen und Kreditkosten (Annuitäten) in gleicher Höhe decken können, dann ist der Kredit schon nach ca. 13 Jahren vollständig zurückgeführt. So schont diese Entscheidung nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel!
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© Rosenheimer Solarförderverein e.V. 20.10.2009